#16020

kunstforum (d)

#276 - Kindliches und Spielerisches als Motor der Kunst

Ist die Kunstwelt der bessere Spielplatz? Die Reaktivierung des Kindlichen gilt als Motor der Kunst. Das innere Kind des Künstlers, Kurators, Sammlers und Betrachters muss sich nicht mehr verstecken, im Gegenteil, jeder darf es rauslassen, jeder darf spielen! So postuliert Gastherausgeberin Larissa Kikol im vor liegenden Themenband „Die Kunst ist die bessere Kindheit“ und identifiziert die Kunstwelt als Playground, als Ort des Geburtstag-Habens. Ein Moment der positiven Ausnahmen, und da, wo Kinder aus praktischen Gründen noch eingeschränkt sind, kann sich der spielende Erwachsene, der Kind-Künstler (fast) alles erlauben. Ohne den spielerischen Anteil in der Kunst würden in der ästhetischen Produktion, in den Inhalten und im Kunstbegriff selbst, kaum neue Entwicklungen und Veränderungen entstehen, würden kaum Experimente und Entgrenzungen stattfinden. Ob Malerei, Plastik, Installationen, Performances, Architektur oder Game Art – vom vandalischen Graffiti-Spielen, über das Malen mit Pobacken beim Kollektiv Gelitin oder dem virtuellen Spiel von Thomas Webb und Anika Meier, das Kindliche wird in diesem Themenband übergreifend ausgelebt. Im Fokus steht die „optimierte Kindheit“ im White Cube, auf Kunstmessen oder im Atelier. So heißt es im eigens für KUNSTFORUM verfassten Spielmanifest: K.U.N.S.T! von Jonathan Meese: „Kunst ist das Kind in dir!“ – LET’S PLAY

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